Das Leben ist eine Schule. Alles, was wir erleben, hat einen höheren Sinn und dient unserem inneren Wachstum und Vollendung. Wir sind keine isoliert existierenden Wesen, sondern leben, handeln und – ob wir wollen oder nicht – wirken zusammen innerhalb der Familie, der Gesellschaft, der Nationen.
Jede von uns gemachte Erfahrung wirkt sich auf das Gesamte aus. Jede gelernte Lektion, jede rechtens gemeisterte Situation dient der Wandlung und Weiterentwicklung, sowohl in unserem unmittelbaren Lebensumfeld als auch auf unserem gesamten Planeten.
Dass das Leben sich nicht ausschließlich auf materieller Ebene abspielt, das zeigen uns schon die Emotionen und Gedanken, die zwar unsichtbar und unmessbar jedoch zweifelsohne existent sind. Dass wir mehr sind als die fleischliche Hülle, die wir Körper nennen, dürfte für viele auch außer Frage stehen. Es gibt also
etwas unsichtbares, unmessbares, das Bestandteil unseres Wesens ist und weit über die herkömmlichen Begriffe des "Verstandes", "Geistes" oder der "Seele" hinausgeht.
Was fühlt sich so ergriffen beim Anblick eines Sonnenuntergangs oder beim Hören einer bestimmten Melodie? Wohl kaum unser Gehirn. Da ist doch etwas Übergeordnetes, Lebendiges in uns, das mit diesen Stimuli in Resonanz tritt
und dann erst unser Gehirn dazu veranlasst, eine Reihe von Reaktionen in unserem Körper auszulösen. Offensichtlich sind wir nicht nur Leib, Materie oder Trieb. Wer oder was bin ich also wirklich? Wer sich diese Frage stellt, wird unweigerlich mit dem Thema der Spiritualität konfrontiert werden.
Laut dem Duden bedeutet "Spiritualität" Geistigkeit, inneres Leben, geistiges Wesen.
Es ist folglich per definitionem richtig, von "unserer Spiritualität" zu sprechen, wenn wir unser inneres Leben umschreiben wollen.
Somit erhält die Spiritualität einen besonderen Stellenwert und eine Relevanz, die ihr bis heute noch wenige beimessen.
Spiritualität ist zwar ein moderner Begriff geworden, bleibt dennoch in unserer westlichen Kultur weitestgehend von den meisten Menschen verkannt.
Sie hat nichts mit Dogma, Kirche, Esoterik oder Glaube zu tun. Vielmehr ist sie ein Bestandteil der menschlichen Natur, des Wesens "Mensch", den es in unserer heutigen materiell ausgerichteten Gesellschaft neu zu entdecken gilt.
Spiritualität kann man nicht erlernen, da sie ein Teil von uns ist. Lernen können und sollten wir allerdings, sie in unser Bewusstsein zurückzuholen und in unser äußeres Leben, in unseren Alltag zu integrieren. Zu unserem Wohl und dem unserer ganzen Erde!
Petty Isabel Polmann
Anerkannte Heilerin des Dachverbands Geistiges Heilen e.V.